Kunstverein Hattingen e. V.
"Feindbild Gewalt"
Installation im Alten Rathaus Hattingen
von
W A G E N E R & W A G E N E R
Berlin
Diese Installation geht von den Erfahrungen aus, die wir seit 1992 mit "Feindbild - Gewalt" (Installation, Aktion, Interaktion) gesammelt haben.
In Hattingen zeigen wir jedoch ausschließlich von W&W hergestellte Feindbild-Plastiken. Die lebensgroßen Figuren aus Stahldraht mit den Zeichen aus Blei stehen dicht an dicht und lassen dem Publikum nicht viel Platz. Die Feindbilder bedrängen die "realen" Menschen. Sie lauern ihnen auf, schleichen sich ein in Fühlen und Denken und wollen sich an uns hängen.
Unser eigentliches Problem sind aber nicht die Feindbilder selbst, sondern die Frage, wie wir mit den eigenen Feindbildern umgehen. Es ist also die alte und immer aktuelle Frage: "Heiligt der Zweck die Mittel?". Diese wird bekanntlich von totalitären Ideologen aller Art immer und überall mit einem auf "felsenfester Überzeugung", "Wissenschaftlicher Weltanschauung", "tiefer religiöser oder auch sonstiger Gläubigkeit" usw. beruhendem "Ja" beantwortet. Unsere Antwort heißt seit dem Anfang der 80er Jahre "Nein".
Das und nicht etwa die politisch korrekte Unterscheidung zwischen sogenannten "richtigen" und sogenannten "falschen" Feindbildern ist das Thema dieser Installation.
Der Fernsehfilm "Wagener & Wagener", das von uns verwendete Großfoto und einige Munkisten dokumentieren die bisherigen "Feindbild - Gewalt"- Aktionen für die IG Metall in Bad Saarow und für den Senat von Berlin in Berlin-Hohenschönhausen.